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Warum Energie über die Zukunft entscheidet

Mike Lehmann + AI • 6. Januar 2026

Die ersten Tage des Jahres waren ereignisreich. Die Geschehnisse sind eindrucksvoll, erschreckend und lehrreich zugleich.


Im April letzten Jahres schrieb ich einen Artikel, warum sich unser Stromverbrauch verdreifachen wird – und wie Sie in Ihrem Depot davon profitieren können. Der Beitrag von heute ordnet die Geschehnisse, nimmt Bezug und macht die Entwicklungen greifbar.


Was haben ein Staudamm in der Wüste Nevadas und ein gigantisches Betonmonster am chinesischen Jangtsekiang gemeinsam? Auf den ersten Blick wenig – und doch erzählen beide die gleiche Geschichte darüber, wie Energie über Aufstieg und Fall ganzer Nationen entscheidet.


Als Beton die Zukunft baute: Der Hoover Dam


Es war die große Depression in der Weltwirtschaftskrise. 1931 begannen Tausende Arbeiter im Black Canyon des Colorado River mit einem Projekt, das die USA verändern sollte. Der Hoover Dam – 221 Meter hoch, so groß wie ein Bürotower mit 55 Stockwerken. Aufragend zwischen Nevada und Arizona, war dieser jedoch mehr als nur ein Staudamm. Er war der Schlüssel zur Erschließung des amerikanischen Südwestens.


Die Zahlen sprechen für sich: 2.080 Megawatt Leistung. Das klingt heute vielleicht nicht mehr nach viel, aber damals war es revolutionär. Denn es ging nicht nur um die schiere Menge an Strom, sondern um dessen strategische Verteilung. 56 Prozent der Energie flossen nach Südkalifornien, 25 Prozent nach Nevada, 19 Prozent nach Arizona. Und damit begann etwas Entscheidendes.


Im Zweiten Weltkrieg lieferte der Damm den enormen Strombedarf für die Basic Magnesium Fabrik in Henderson, Nevada. Diese eine Anlage produzierte 25 Prozent des gesamten US-Magnesiums – unverzichtbar für Flugzeuge und Munition. Ohne den Hoover Dam hätten die Flugzeugfabriken in Los Angeles stillgestanden. Las Vegas, heute die Glitzermetropole der Wüste, wäre ohne die sichere Wasser- und Stromversorgung durch den Damm nie über ein verschlafenes Wüstennest hinausgekommen. Und Südkalifornien? Die Region wuchs von 500.000 Einwohnern zur Megaregion – alles ermöglicht durch billige, zuverlässige Energie.


Die Einnahmen aus dem Stromverkauf decken bis heute alle Wartungs- und Betriebskosten. Der Damm hat sich selbst refinanziert. Das ist das Erfolgsrezept: Einmal richtig investiert, zahlt sich Energie-Infrastruktur ein Leben lang aus.


Chinas Sprung nach vorn: Der Drei-Schluchten-Damm


Was die USA in den 1930ern vorgemacht hatten, perfektionierte China sieben Jahrzehnte später. Der Drei-Schluchten-Damm am Jangtsekiang ist nicht nur größer als der Hoover Dam – er ist mehr als zehnmal so leistungsstark. 22.500 Megawatt installierte Leistung machen ihn zum Kraftwerk der Superlative.

Die Fertigstellung 2008 markierte Chinas endgültigen Aufstieg zur Industrienation. Über 100 Terawattstunden pro Jahr erzeugen die 32 Hauptgeneratoren. Das entspricht der Energie von 30 bis 50 Millionen Tonnen Kohle. Damit spart China jährlich etwa 100 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen ein. Aber noch wichtiger: Der Strom fließt direkt in die wirtschaftlichen Zentren im Osten und Süden – nach Shanghai, nach Guangdong. Dort, wo Chinas Exportmaschine läuft.


Doch der Damm brachte noch etwas anderes: Er machte den Jangtsekiang für Hochseeschiffe bis weit ins Landesinnere schiffbar. Dadurch konnte Chongqing, eine Stadt, die früher kaum jemand kannte, zur Megacity mit über 30 Millionen Einwohnern aufsteigen. Ein globales Industriezentrum mitten im chinesischen Hinterland – nur möglich durch den Damm. Die Transportkosten sanken um 30 bis 35 Prozent, die Frachtkapazität des Flusses verzehnfachte sich.


Hier zeigt sich das Muster deutlich: Energie schafft Wachstum. Beide Dämme – in Amerika und China – haben ganze Regionen erst wirtschaftlich erschlossen. Ohne sie wären Las Vegas und Chongqing heute unbedeutende Orte. Mit ihnen wurden sie zu Motoren des Wirtschaftswachstums einer ganzen Nation.


Venezuelas Fluch: Zu viel Öl, zu wenig Zukunft


Die Grafik zeigt die weltweiten Erdölreserven nach Ländern

Und dann ist da Venezuela. Das Land sitzt auf 303 Milliarden Barrel Öl – das sind 18 Prozent der weltweiten Reserven. Mehr als Saudi-Arabien mit seinen 258 Milliarden Barrel. Mehr als irgendein anderes Land der Erde. Man sollte meinen, dass Venezuela damit zu den reichsten Nationen gehören müsste. Stattdessen herrschen dort für einen Großteil der Bevölkerung Elend und Chaos.


In den 1970er Jahren förderte Venezuela noch 3,5 Millionen Barrel pro Tag. Das Land war Gründungsmitglied der OPEC und ein wichtiger globaler Energielieferant. Doch heute? Gerade einmal 800.000 bis 900.000 Barrel täglich. Die Produktion ist auf weniger als ein Viertel geschrumpft. Die Infrastruktur ist marode, Jahrzehnte der Misswirtschaft haben ihre Spuren hinterlassen.


Das ist das Paradox des Ressourcenreichtums: Wer zu viel hat, der baut oft nichts anderes auf. Während Japan und Südkorea ohne eigene Rohstoffe durch Technologie und Effizienz zu Wirtschaftsmächten wurden, verließ sich Venezuela auf sein Öl. Andere Wirtschaftszweige verkümmerten, Bildung und Innovation wurden vernachlässigt. Als dann noch die Ölpreise fielen und internationale Sanktionen kamen, brach alles zusammen. Genau hier setzt jetzt die USA an.


Trump will das venezolanische Öl


Am 3. Januar 2026, kurz nach zwei Uhr morgens Ortszeit, starteten 150 US-Kampfjets von 20 Stützpunkten. Ziel: Venezuela. In weniger als 30 Minuten war Präsident Nicolás Maduro verhaftet und in die USA gebracht worden. Die größte US-Militäroperation in Lateinamerika seit der Panama-Invasion 1989.


Offiziell begründet Trump die Aktion mit der Bekämpfung des Drogenhandels. Doch auf seiner Pressekonferenz in Mar-a-Lago wurde schnell klar, worum es wirklich geht: „Wir werden unsere sehr großen US-Ölkonzerne – die größten der Welt – hinschicken, sie werden Milliarden ausgeben, die kaputte Infrastruktur reparieren und anfangen, Geld für das Land zu verdienen“, so Trump wörtlich.


Er spricht sogar davon, dass Venezuela „unser Öl gestohlen“ habe – obwohl Venezuela ein souveräner Staat ist und die Ölreserven nie den USA gehört haben.

Aber für Trump ist die Rechnung einfach: Venezuela hat das größte Ölvorkommen der Welt, kann es aber nicht mehr selbst fördern. Also springen die USA ein.


Die Rechnung dahinter ist klar: Die USA selbst sitzen nur auf 45 Milliarden Barrel – nicht einmal 3 Prozent der weltweiten Reserven. Durch teures Fracking sind sie zwar zu einem großen Ölproduzenten aufgestiegen, aber die Ressourcen sind begrenzt. Venezuela dagegen hat Öl für Jahrzehnte. Wer dieses Öl kontrolliert, kontrolliert einen gewaltigen Teil des globalen Energiemarktes.


Denn Trump hat bereits angekündigt: „Wir werden große Mengen Öl an andere Länder verkaufen, viele davon nutzen es bereits, aber ich würde sagen, viele mehr werden kommen.“ Die USA wollen nicht nur eigene Energiesicherheit – sie wollen das venezolanische Öl in alle Welt verkaufen. Das ist geopolitische Machtpolitik in Reinform.


Nach dem Überfall auf Venezuela reagierten die US-Märkte tatsächlich mit deutlichen Kursgewinnen, wobei der Dow Jones besonders profitierte. Dies liegt hauptsächlich an der Zusammensetzung des Index: Schwergewichte wie Chevron (ein direkter Dow-Wert) und Firmen aus dem Industrie- und Finanzsektor legten massiv zu. Die Aussicht auf den gesicherten Zugriff auf die größten Ölreserven der Welt und die damit verbundene Hoffnung auf sinkende Energiekosten wirken wie ein massives Konjunkturprogramm.


Der Energiehunger der südlichen Länder


Viele Länder des globalen Südens bauen gerade ihre Basisindustrie auf und benötigen jeden Funken Strom, den sie bekommen können (ähnlich wie die USA in den 1930ern).


Indien:  Der Energiebedarf wächst hier weltweit am schnellsten. Kohle dominiert noch, aber der Ausbau von Solar ist massiv.


Vietnam:  Zieht viele Fabriken aus China ab. Der Strombedarf steigt jährlich um ca. 10 %


Äthiopien:  Baut mit dem »Grand Ethiopian Renaissance Dam« das größte Wasserkraftwerk Afrikas, um genau diesen industriellen Sprung zu schaffen.


Auch hier sehen wir den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Energie. Da passt auch die aktuelle Meldung zu Indien hervorragend: US-Präsident Trump droht Indien erneut mit massiven Zöllen, sollte das Land weiterhin russisches Öl kaufen. Die Botschaft ist klar: Energiehandel darf nicht an den USA vorbei stattfinden. Wer sich nicht fügt, zahlt durch Strafzölle auf den eigenen Export.


Indien: Der wichtigste Kunde im Visier


Einer dieser potenziellen Kunden könnte Indien sein. Und hier wird es besonders interessant, denn Indien steckt gerade in einem gewaltigen Dilemma.


Seit dem Ukraine-Krieg kauft Indien massiv russisches Öl. Die Zahlen sind beeindruckend: Von 2,5 Prozent der indischen Ölimporte 2021 stieg der Anteil auf 44,4 Prozent im Juni 2025. Im November 2025 importierte Indien russisches Öl im Wert von 3,7 Milliarden Dollar. Der Grund ist einfach: Russisches Öl ist etwa 12 Dollar pro Barrel billiger als der Weltmarktpreis.


Doch Trump dreht die Daumenschrauben an. Bereits im August 2025 belegte er Indien mit Strafzöllen von 25 Prozent – explizit wegen der russischen Ölkäufe. Zusammen mit anderen Zöllen zahlt Indien mittlerweile kumulierte Zölle von 50 Prozent auf viele Waren. Senator Lindsey Graham droht sogar mit 500 Prozent Zöllen, die alle 90 Tage weiter steigen sollen.


Die Botschaft ist klar: Hört auf, bei Russland zu kaufen. Kauft stattdessen bei uns. Tatsächlich hat Indien bereits reagiert und seinen Anteil an US-Ölimporten von 3 Prozent 2024 auf 10,7 Prozent im Oktober 2025 erhöht.


Jetzt, da die USA Venezuela "übernommen" haben, wird die Sache noch interessanter. Venezuelas schweres Rohöl passt perfekt zu indischen Raffinerien – genau wie russisches Öl. Und wenn Trump das venezolanische Öl tatsächlich auf den Weltmarkt bringt, könnte er Indien ein Angebot machen: Kauft unser venezolanisches Öl, verzichtet auf das russische, und die Zölle verschwinden.


Für Indien wäre das ein gefährliches Spiel. Das Land betont eigentlich seine strategische Autonomie und möchte sich nicht von den USA vorschreiben lassen, wo es einkauft. Doch die wirtschaftliche Realität zwingt zum Nachgeben. Die Drohung mit 50 Prozent oder gar 500 Prozent Zöllen würde indische Exporte in die USA unbezahlbar machen.


Trump nutzt hier Energie als Waffe. Wer nicht bei den USA kauft, wird bestraft. Wer mitspielt, wird belohnt. So entsteht eine neue Form der Abhängigkeit – und die USA sichern sich nicht nur Venezuelas Ölreserven, sondern auch die Kontrolle darüber, wer damit beliefert wird.


Europa: Der große Verlierer


Während die USA aggressiv ihre Energiedominanz ausbauen und Länder wie Indien unter Druck setzen, schaut Europa zu und verliert den Anschluss.


Die Zahlen sind ernüchternd. Deutschland, einst die Industriemacht Europas, schrumpft das dritte Jahr in Folge. Die Industrieproduktion liegt 20 Prozent unter dem Höchststand von 2018. Zwischen Januar und August 2025 schlossen 72 große Industrieanlagen in der EU – die schlimmste Bilanz seit der Finanzkrise 2009.


Der Grund ist simpel: Energie ist in Europa doppelt so teuer wie in den USA. Der durchschnittliche Strompreis in Deutschland liegt im Januar 2026 bei etwa 41,5 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Für die Industrie bedeutet das, dass die Produktionskosten in energieintensiven Branchen zwei- bis viermal höher sind als in Amerika. Bei Gas ist der Unterschied noch extremer: Die Großhandelspreise liegen fünfmal höher als in den USA.


Die Folgen sieht man überall. Volkswagen streicht 35.000 Arbeitsplätze und verlagert die Golf-Produktion nach Mexiko. BASF investiert 10 Milliarden Euro in ein neues Werk in China, während in Ludwigshafen Anlagen schließen. ZF Friedrichshafen baut 14.000 Jobs ab, Continental 7.150, SAP 10.000. Seit 2019 hat Deutschland 245.000 Fertigungsjobs verloren. Das Ifo-Institut prognostiziert bis 2030 den Verlust von einer weiteren Million Arbeitsplätze.


Europa hat sich im Zuge des Ukraine-Kriegs bewusst von billigem russischem Gas abgekoppelt – aus politischen und ideologischen Gründen. Doch die Politiker haben vergessen, einen verlässlichen Plan B aufzubauen. Stattdessen importiert es nun teures Flüssiggas, oft sogar aus den USA. Der Industriestrompreis liegt bei etwa 90 Dollar pro Megawattstunde, in den USA sind es 48 Dollar.


Damit schafft Europa genau das Gegenteil dessen, was der Hoover Dam oder der Drei-Schluchten-Damm bewirkt haben: Anstatt durch Energie zu wachsen, schrumpft es wegen fehlender Energiesicherheit und zu hoher Kosten.


Während Trump militärisch das venezolanische Öl erobert und Indien mit Zöllen zum Kauf amerikanischen Öls zwingt, hat Europa keine Strategie. Es hat weder die militärische Macht, um Ressourcen zu sichern, noch die wirtschaftliche Attraktivität, um Investitionen anzuziehen. Die Deindustrialisierung beschleunigt sich, und mit jeder Fabrik die schließt, sinken Europas Bedeutung sowie die Steuereinnahmen. Das Schlimme dabei: Was einmal verloren ist, ist weg und kommt, wenn überhaupt, meist nur für kurze Zeit zurück, wenn Politiker mit großen Subventionen winken und die immer weniger werdenden Steuereinnahmen der Bürger sinnlos verschenken.


Künstliche Intelligenz und die Rückkehr zum Öl


Wir treten nun in eine Ära ein, die noch hungriger nach Energie ist. Künstliche Intelligenz und Robotik benötigen Rechenzentren, deren Strombedarf exponentiell steigt. Energie ist heute nicht mehr nur ein Kostenfaktor, sondern die strategische Währung der Souveränität. Während China seine Flüsse zähmt, sichern sich die USA mit harten geopolitischen Bandagen ihre fossile Basis.


Die aktuelle US-Intervention in Venezuela ist in diesem Kontext logisch. Mit dem Zugriff auf die weltweit größten Ölreserven sichert Washington die eigene Versorgungssicherheit und die Preisstabilität am Heimatmarkt. Dass die USA Subventionen für eigene Konzerne zum Wiederaufbau der venezolanischen Infrastruktur erwägen, unterstreicht den Willen zur totalen Kontrolle.


Europa hingegen? Es schaut zu, während seine Industrie stirbt. Zu teuer, zu abhängig, zu machtlos. Die EU war nie abhängiger von den USA als derzeit (Energie, IT, Militär). EU-Politiker fokussieren sich derweil auf den „konsumtiven“ Teil (Militär) in der Emanzipation und vergessen den „investiven“ Teil: Energie und IT.

Und wo kauft Europa die Waffen überwiegend? Natürlich in den USA, dort wo Energie für Rüstungsfabriken besonders günstig ist.


Was heißt das für die Zukunftschancen Kontinentaleuropas und den Sozialstaat?


Erinnerung an eine Politik der Vernunft


Bereits unter Willy Brandt (SPD) im Jahr 1970 wurden entscheidende Erdgas-Röhren-Geschäfte initiiert. Deutschland lieferte Stahlröhren für den Bau sowjetischer Pipelines und erhielt im Gegenzug Erdgas.


Helmut Kohl (CDU), der von 1982 bis 1998 Bundeskanzler war, setzte diese Politik der energetischen Verflechtung fort. Trotz massiven Drucks der USA unter Präsident Ronald Reagan hielt Kohl in den 1980er Jahren an den Verträgen zum Ausbau der transkontinentalen Leitungen (wie die Druschba-Pipeline) fest. Ein wichtiger Meilenstein unter Kohl war zudem der deutsch-sowjetische Partnerschaftsvertrag von 1990 sowie die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen wie der Wingas (Wintershall und Gazprom) im Jahr 1993.


Es gab in der Ära Kohl eine Phase des deutlichen Aufschwungs, den sogenannten „Kohl-Boom“ in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. Dieser wurde durch niedrige Energiepreise begünstigt, war aber auch das Ergebnis von Steuerreformen und einer Konsolidierung des Staatshaushalts.


Nach der Wiedervereinigung 1990 folgte zunächst ein kurzes „Vereinigungs-Strohfeuer“, bevor strukturelle Probleme die deutsche Wirtschaft in den 1990er Jahren belasteten. Das günstige Gas war immer ein Garant für die energieintensive Industrie (Chemie, Stahl) und ein wichtiger Eckpfeiler für wirtschaftliche Erfolge, ohne die selbst die Bewältigung der Wiedervereinigung und deren Kosten nicht möglich gewesen wären.


Gerhard Schröder (SPD) führte die Politik von Willy Brandt und Helmut Kohl fort und unterzeichnete im September 2005, nur wenige Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit, gemeinsam mit Wladimir Putin das Abkommen zum Bau der Nord-Stream-1-Pipeline. Diese Leitung führt durch die Ostsee und verbindet Russland direkt mit Deutschland.


Das Projekt verfolgte das Ziel, die Versorgungssicherheit zu erhöhen, indem Transitländer wie Polen und die Ukraine umgangen wurden. Der Vorwurf an die Ukraine war, dass sie mehrfach Erdgas aus den Transit-Pipelines abzweigte, das eigentlich für Westeuropa bestimmt war. Bei Polen hingegen standen ständige Streitigkeiten über Transitgebühren für die Jamal-Pipeline im Vordergrund. Die direkte Verbindung garantierte der deutschen Industrie über Jahre hinweg Zugang zu vergleichsweise günstigen fossilen Brennstoffen und stützte die wirtschaftliche Stabilität der energieintensiven Sektoren.


Ohne das Engagement dieser weitsichtigen Politiker wäre der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands nie möglich gewesen. Heutzutage wird gerne versucht, dies ins Gegenteil zu verkehren. Ein Land oder eine Region, die keine Energie hat, schmutzige Energie wie Kohle nicht fördern möchte und Kernenergie in jeglicher Form entsagt, wird immer abhängig sein. Das gilt selbst beim Einwand, dass erneuerbare Energien der Schlüssel sind. Denn einerseits geht es ohne die Rohstoffe nicht, die wir für erneuerbare Energien benötigen, aber selbst nicht haben. Und zweitens muss jemand erst einmal eine Solarzelle, ein Stromkabel oder ein Windrad produzieren – unter Einsatz von günstiger Energie, damit das Produkt am Ende bezahlbar bleibt.



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