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2026 - Ihre Routine zum Jahresanfang

Der Jahresanfang bringt normalerweise eine Menge Druck mit sich: Neues Jahr, neues Ich. Bessere Gewohnheiten. Größere Ziele. Weniger Fehler.
Aber ganz ehrlich? Die meisten von uns benötigen keinen Neustart.
Ein klein wenig Mut, um ein kleines Stück aus der Komfortzone zu treten
Vielleicht ist es das Gespräch, das Sie schon länger führen wollten. Oder die Idee, die Sie noch nicht laut ausgesprochen haben. Vielleicht ist es der Sprachkurs, den Sie sich speichern, aber nie buchen. Vielleicht möchten Sie sich mit den Modellen der künstlichen Intelligenz auseinandersetzen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Oder einfach nur ein neuer Weg zur Arbeit.
Der Mut zu scheitern (und es trotzdem gut zu finden)
Nicht jeder Versuch wird funktionieren. Manche Dinge werden schiefgehen, holprig sein oder sich einfach falsch anfühlen. Und das ist vollkommen in Ordnung.
Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg. Es ist ein Teil davon.
Die Lust, neugierig zu sein
Was auch immer Sie 2026 ausprobieren – groß oder klein – machen Sie es in Ihrem eigenen Tempo. Neugier zählt. Durchhaltevermögen zählt. Das Tun zählt.
Ihre Neujahrsroutine
Nun ist dies natürlich der Newsblog von Ihrem freien Finanzberater und nicht von Ihrem Motivationscoach ;-)
Das Jahr ist gerade erst gestartet und beginnt gleich mit einem langen Wochenende. Während Sie vielleicht noch überlegen, was Sie in diesem Jahr erreichen wollen, gibt es zwei Sachen, mit denen Sie immer beginnen sollten, und das ruhige Wochenende ist dafür perfekt.
1. Ihre jährliche SCHUFA-Auskunft einholen. Die echte. Direkt von der SCHUFA.
Letztes Jahr zu dieser Zeit habe ich Ihnen bereits geschrieben: Machen Sie es zur Routine. Einmal im Jahr, am Jahresanfang, Ihre Bonität prüfen. Das ist keine Paranoia – das ist Selbstschutz.
Warum diese Routine so wichtig ist
Bis zu 46 % der SCHUFA-Einträge können fehlerhaft oder veraltet sein. Das zeigen Studien und Verbraucherschützer immer wieder. Die häufigsten Gründe:
- Personenverwechslung: Ähnliche Namen oder fehlerhafte Datenverarbeitung führen zu falschen Zuordnungen
- Veraltete Daten: Einträge bleiben oft länger bestehen, obwohl sie längst beglichen wurden
- Falsche Adressen: Ein simpler Tippfehler kann Jahre nachwirken
- Nicht gelöschte Einträge: Forderungen über 1.000 EUR werden erst nach drei Jahren gelöscht – oft nicht automatisch
Diese Fehler können Sie Tausende Euro kosten – bei Kreditanträgen, Wohnungssuchen, Handyverträgen oder Vertragsabschlüssen.
Nutzen Sie niemals Drittanbieter wie bonify oder Eingabemasken einer Bank
Die SCHUFA hat ein Tochterunternehmen gegründet, das es Ihnen kostenlos und sehr einfach macht, Ihre Daten im Blick zu haben. Allerdings geben Sie dabei deutlich mehr Daten zur Verfügung, als wirklich notwendig sind, und Sie öffnen die Büchse der Pandora.
Insgesamt gilt das natürlich in vielen Sachen. Es gibt Kunden, die benutzen Drittanbieter-Apps, die alle Bankbewegungen auf dem persönlichen Girokonto nachverfolgen können. Warum das keine gute Idee ist, sehen Sie am Beispiel von bonify.
Bei bonify, der SCHUFA-Tochter, die Verbrauchern Einblick in ihre Bonitätsdaten ermöglicht, ist es zu einem gravierenden Sicherheitsvorfall gekommen. Über ein Leck im Zusammenhang mit dem Videoident-Verfahren wurden hochsensible personenbezogene Daten von Nutzern entwendet.
Nach aktuellem Stand sind laut bonify folgende Daten betroffen:
- Vor- und Nachname
- Adresse
- Geburtsdatum
- Scans und Fotos von Ausweisdokumenten
- Video- und Bildmaterial aus dem VideoIdent-Verfahren
- Vorgangs- oder Transaktionsnummern des VideoIdent-Verfahrens
Es ist leider nicht das erste Mal, dass diese SCHUFA-Tochter ein Problem mit dem Schutz Ihrer Daten hat. Daten, die von der SCHUFA auch gegen Ihren Willen gesammelt werden! Passenderweise bietet die SCHUFA Ihnen gegen eine monatliche Gebühr – oberhalb eines Netflix-Abos – ein "Sicherheits-Monitoring" an: Überwachung im Internet, Deep Web und Darknet, damit Sie sehen können, wo Ihre persönlichen Daten überall auftauchen.
Im Prinzip lässt sich bonify die Daten stehlen, und wenn Sie ein Abo abschließen, sagt man Ihnen bei der SCHUFA, wo Ihre Daten überall benutzt werden. Das ist ein bemerkenswertes Geschäftsmodell. Sie sollten dieses Verhalten also nicht noch belohnen, sondern Ihr Recht nutzen, die einmal jährlich kostenlose Datenkopie nach Artikel 15 DSGVO anzufordern.
Ihre Neujahrsroutine Teil 1 – so geht’s:
- Holen Sie sich Ihre kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO direkt auf www.meineschufa.de/Datenkopie – einmal pro Jahr kostenlos
- Prüfen Sie jeden Eintrag genau – Name, Adresse, Forderungen, Basis-Score
- Melden Sie Fehler sofort bei der SCHUFA und fordern Sie Korrektur oder Löschung
- Fügen Sie Nachweise bei: Identitätsnachweise und Belege, die den Irrtum beweisen
- Wenn die SCHUFA nicht wie erwartet reagiert: Legen Sie sofort Beschwerde bei der Ombudsfrau ein
2. Einsparmöglichkeiten bei der gesetzlichen Krankenversicherung prüfen
Wie wir alle in der Presse lesen konnten, steigt der Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung, trotz politischer Maßnahmen. Bundeskanzler Merz kündigte für dieses Jahr schon einmal Sozialreformen an, um die Systeme zukunftssicher zu machen. Sozialreform heißt hier letztlich aber nur Leistungskürzungen bei gleichem Beitrag.
Auch der Beitrag zur privaten Krankenversicherung ist im Schnitt um 13 % erhöht worden. Ein Wechsel ist hier aufwendig bis unmöglich. Alle gesetzlich Versicherten haben an dieser Stelle jedoch eine Stellschraube und das vollkommen unabhängig von ihrem Gesundheitszustand.
Sie können regulär in gewissen Fristen sowie bei jeder Anhebung des Zusatzbeitrages mit einem sogenannten Sonderkündigungsrecht Ihre gesetzliche Krankenkasse wechseln. 95 % aller Versicherungsleistungen sind gleich und gesetzlich vorgegeben. Daher muss niemand Angst haben.
Nutzen Sie die gerade ausgesprochenen Erhöhungen. Vergleichen Sie Ihre Krankenkasse. Über 70 gesetzliche Krankenkassen, oft hunderte Euro Unterschied pro Jahr. Das ist keine Selbstoptimierung – das ist einfach nur schlau.
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Quellen und weiterführende Links:
02.10.2025 | Süddeutsche Zeitung | Bonify – Datenleck bei Schufa-Tochter
17.10.2023 | WBS | Prof. Christian Solmecke – Wie dürfen wir die Bonify-Sicherheitslücke nennen?
01.10.2025 | heise online | Datenschutzvorfall: Identitätsdaten bei Schufa-Tochter Bonify abgeflossen
03.01.2025 | Newsblog | Wichtige SCHUFA-Änderung | Ihre Bonität im Fokus
SCHUFA-Datenkopie nach Art. 15 DSGVO: www.meineschufa.de/Datenkopie
protectra: Datenleck bei Bonify betroffen? Jetzt Entschädigung mit Sammelklage OHNE Rechtsschutzversicherung.
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