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Der Indo-Amerikanische Pakt 2026: Ein Wendepunkt für Indien und die Weltmärkte

Mike Lehmann +AI • 3. Februar 2026

Gestern, am 2. Februar 2026, haben Indien und die USA die globale Handelsarchitektur neu gezeichnet. In einem historischen Telefonat zwischen Premierminister Narendra Modi und US-Präsident Donald Trump wurde ein Abkommen besiegelt, das jahrelange Spannungen beendet und Indien als bevorzugten strategischen Partner des Westens zementiert.


Der Kern des Deals: Zölle runter, Absatz rauf


Das Abkommen sieht eine drastische Senkung der US-Einfuhrzölle auf indische Waren von zuvor bis zu 50 % auf einen Präferenzsatz von 18 % vor. Im Gegenzug verpflichtet sich Indien, US-Produkte im Wert von über 500 Milliarden USD (Energie, Agrar, Technologie) zu kaufen und indische Handelsbarrieren für US-Güter auf Null zu senken.


Die Energiewende: Abschied von Russland, Fokus auf Venezuela


Die wohl brisanteste Bedingung des Deals ist Indiens Zusage, den Import von russischem Rohöl einzustellen. Als technischer Ersatz rückt venezolanisches Öl in den Mittelpunkt.


Was als politischer Schlag gegen Russland zur Erzwingung des Friedens in der Ukraine verkauft wird, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als purer US-Imperialismus. Da müssen wir uns nichts vormachen.


Die USA haben Anfang Januar 2026 bei ihrem völkerrechtswidrigen Angriff die Kontrolle über venezolanische Ölressourcen übernommen. Die erlassene General License 46 regelt, dass faktisch Trump entscheidet, welche US-Firmen das Öl in Venezuela fördern dürfen und wer es kaufen darf. Der Verkaufserlös geht dabei auf US-Konten, und Trump entscheidet, von welchen handverlesenen US-Firmen Venezuela anschließend Produkte und Dienstleistungen kaufen darf.


Ein erster großer Abnehmer dieses Öls wurde nun mit Indien gefunden. Da indische Raffinerien auf schwere Sorten (wie russisches Öl oder die venezolanische Sorte „Merey“) eingestellt sind, ist dies technisch logisch, um die Versorgung ohne jahrelange technische Umbauten zu sichern. Da das Öl aus Venezuela preiswert bezogen werden kann, dürfte am Ende auch der Preis überzeugt haben. Denn Präsident Modi weiß, dass es großes Wachstum für sein Land nur mit günstiger Energie geben kann.


Herausforderungen: Logistik und Technik unter Zeitdruck


Trotz der Euphorie warnen Experten, darunter die Ratingagentur Moody’s, vor einem zu abrupten Wechsel. Ein sofortiger Stopp russischer Lieferungen birgt Risiken:


  • Versorgungsengpässe: Da Öllieferungen Monate im Voraus gebucht werden, könnte ein plötzlicher Cut die Logistikkette zerreißen und kurzfristig zu lokalen Engpässen führen.
  • Technische Hürden: Raffinerien benötigen eine Übergangsphase, um die technischen Mischverhältnisse auf venezolanisches Öl präzise abzustimmen.
  • Wirtschaftsbremse: Moody’s warnt, dass ein unvorbereiteter Wechsel das BIP-Wachstum durch steigende Energiekosten und Inflation vorübergehend drosseln könnte.


Die Profiteure: Welche Branchen jetzt den Aktienmarkt anführen


Für Anleger eröffnet dieser Pakt eine neue Ära. Indien genießt nun einen massiven Wettbewerbsvorteil gegenüber Rivalen wie China (34 % US-Zoll), Pakistan (19 %) oder Bangladesch (20 %).


  • Textilien & Schmuck: Mit nur 18 % Zoll wird Indien zum günstigsten Anbieter für den US-Einzelhandel. Dies verspricht volle Auftragsbücher und steigende Margen für indische Exportgrößen.
  • Pharmazeutika: Als „Apotheke der Welt“ profitiert Indien von sinkenden Exportkosten für Generika. Der US-Markt wird für indische Pharma-Werte profitabler denn je.
  • Technologie & Verteidigung: Der Zugang zu US-Know-how und die Abkehr von russischer Militärtechnik leiten ein Re-Rating indischer Tech- und Rüstungswerte ein.


Fazit für den Aktienmarkt


Die Märkte haben bereits reagiert: Der Sensex verzeichnete unmittelbar nach Bekanntgabe eine Rekordrallye von über 4.200 Punkten. Das gestärkte Vertrauen sorgt zudem für einen Rückstrom von ausländischem Kapital (FIIs) und eine Stabilisierung der Rupie. Indien tauscht billiges russisches Öl gegen preiswertes aus Venezuela und einen privilegierten Zugang zum kaufkräftigsten Markt der Welt ein – ein strategischer Geniestreich für das langfristige Wirtschaftswachstum.


Innerhalb der letzten zwölf Monate hat Indien jetzt fünf bedeutende Handelsabkommen mit Großbritannien, der EU (sofern es Monate später in Kraft tritt), Oman, Neuseeland und den USA unterzeichnet und damit seine Handelsdiplomatie deutlich intensiviert. Diese gezielten Partnerschaften sollen Exporte ankurbeln, Investitionen anziehen und Lieferketten sichern, indem sie Indien mit wichtigen globalen Märkten verbinden und seine Wirtschaftsbeziehungen diversifizieren.


Indien unter Modi ist ein Meister darin, zu diversifizieren und Abhängigkeiten zu vermeiden. So wird es wahrscheinlich weiterhin Öl aus Russland beziehen und am Ende auch beziehen müssen, was bei der Sprunghaftigkeit und der Willkür, wie Trump mit Zöllen umgeht, sicherlich nicht verkehrt ist.


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Quellenangaben:


02.02.2026 | Tagesschau | Trump verkündet Handelspakt mit Indien

27.01.2026 | Tagesschau | EU und Indien einigen sich auf Freihandelsabkommen

29.01.2026 | US-Finanzministerium | Venezuela-Deal & General License 46

03.02.2026 | Times of India | Neu-Delhi habe nicht angekündigt, die Ölkäufe einzustellen | Übergangsphase notwendig

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